RHD(Chinaseuche):

Die Viruserkrankung ist hoch ansteckend.Eine Ansteckung erfolgt durch den Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen der kranken Tiere.Eine Übertragung durch den Menschen oder durch die Luft ist nicht ausgeschlossen.Es sind drei Verlaufsformen bekannt.Gesund=tod, ohne Anzeichen oder mit Nasenbluten.
Andere zeigen Symtome wie Benommenheit,schwere Atmung und ersticken,Nasenbluten ebenfalls möglich.
Die letzte Form verläuft mild,Störungen des Allgemeinbefinden,führen meist nicht zum Tod.

Vorbeugung:jährliche Impfung empfehlenswert.
Quarantäne nach Zukäufen!

Behandlung:nicht möglich


Kokzidien:

Kokzidien sind winzige Parasiten.Sie siedeln sich im Darm,seltener in der Leber an.Die resistenten Oozysten werden mit dem Kot ausgeschieden.
Die Tiere infizieren sich über verschmutztes Futter,verschmutze Gefäße und durch Kot.Je nach Schweregrad kommt es zu leichten bis schweren Störungen.
Diese äußern sich durch Schwäche,Appetitlosigkeit und Durchfall.

Vorbeugung:regelmäßige Stall-Freilandreinigung
Futter mit Kokzidiostatikum verabreichen

Behandlung:Antibiotika (Heilung möglich)


Kaninchenschnupfen:

Als Erreger kommen mehrere Bakterien wie Pasteurella multocida und Bordetella
bronchiseptica in Frage.Die Krankheit ist oft in Zusammenhang mit der Pasteurellose anzutreffen.
Eine genaue Diagnose bringt der Nasenabstrich.Der Schnupfen äussert sich durch eitrigen Nasenausfluss,erschwerte Atmung und häufiges Niesen.
Die Tiere fressen kaum und sind wenig aktiv,teilweise apathisch.Eine Mittelohrentzündung oder Bindehautentzündung kann dazu kommen.

Vorbeugung:Gute Hygiene ,Quarantäne bei Neuzukäufen
Impfung möglich(umstritten)

Behandlung:Antibiotische Behandlung je nach schweregrad möglich,Nasenabstrich

Enzephalitozoonose(Schiefhals):

Diese Krankheit kommt bei allen Nagern vor.Die infektiösen Sporen werden über den Harn ausgeschieden und können so von anderen Nagern über infiziertes Futter oder Einstreu aufgenommen werden.
Der Erreger befällt vor allem das Gehirn oder die Nieren,wo er oft zu milden ,chronischen Entzündungen führt.Die Tiere zeigen oft keine Symtome.Es treten Bewegungsstörungen,Gleichgewichtsstörungen und Kopfschiefhaltung auf.


Vorbeugung:gute Hygiene, Futter und Streu "Mäusefrei" lagern


Behandlung:Blutuntersuchung,Behandlung mit Antiparasitikum und Antibiotika möglich.

©by henrichenburger-stupsnasen